Itō Hiromi, geboren am 13. 9. 1955 in Tokyo, Lyrikerin, Essayistin, Erzählerin, Illustratorin und Übersetzerin. Sie wächst als Einzelkind im traditionell geprägten kleinbürgerlichen Mittelstands- und Arbeitermilieu im Stadtteil Itabashi auf, fühlt sich von der Hippie- und radikalen Studentenbewegung angezogen und studiert ab 1974 an der Aoyama Gakuin-Universität japanische Literatur. Nebenjobs u.a. als Illustratorin. Gleichzeitig nimmt sie an Lyrik-Kursen teil und veröffentlicht ab 1976 Gedichte in der Zeitschrift Gendaishi techō (Journal für Gegenwartslyrik). 1978 erscheint mit „Kusaki no sora“ ihr erster Lyrikband, dem in kurzen Abständen weitere folgen. Ihr Auftreten wird als einschneidendes Ereignis in der Lyrikszene der Nachkriegszeit seit den späten 1970er Jahren gewürdigt. 1982 folgt sie dem Slawisten und Komparatisten Masahiko Nishi nach Warschau. Itō unterrichtet an der japanischen Privatschule. Sie heiraten 1983, kehren nach Japan zurück. 1984 kommt die erste Tochter zur Welt, es entsteht das in zahlreiche Anthologien aufgenommene Gedicht „Kanoko töten“. Die Familie siedelt nach Kumamoto um, wo Nishi eine Stelle an der Universität antritt. Itōs Eltern ziehen nach. 1986 Geburt der Tochter Sarako. Lesereisen und erste internationale Tagung in Singapur. 1991 trennen sich Nishi und Itō, behalten aber der Kinder wegen den gemeinsamen Hausstand bei. Beschäftigung mit mittelalterlichen buddhistischen Volkslegenden und der Dichtung von Native ...